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Nebenjob Steinbrück verdient nebenbei am meisten

Kein Abgeordneter im Bundestag verdient mit Nebenjobs mehr als Peer Steinbrück. Der frühere Finanzminister hat in dieser Wahlperiode bislang mindestens 600.000 Euro für Vortragshonorare und andere Nebentätigkeiten kassiert, womöglich sogar über eine Million.

20.04.2012 15:16
Peer Steinbrück hat gut lachen: Mit lukrativen Nebenjobs hat sich der SPD-Mann ein dickes Finanzpolster aufgebaut. Foto: dpa

Peer Steinbrück ist Spitzenreiter bei Nebenverdiensten im Bundestag. Dies geht aus den aktualisierten Angaben des Bundestags über die Nebeneinkünfte der 620 Parlamentarier hervor. Besonders häufig wurde Steinbrück, der neben anderen als potenzieller SPD-Kanzlerkandidat gehandelt wird, als Redner engagiert: Er kommt zwischen Oktober 2009 und Februar 2012 auf nicht weniger als 75 Vorträge. Und die ließ er sich gut bezahlen - die Honorare für jeden Auftritt neben seinem Bundestagsmandat lagen fast immer bei mindestens 7000 Euro.

In den vergangenen Jahren veröffentlichte Steinbrück mehrere Bücher und Schriften, unter anderem "Zug um Zug", das er gemeinsam mit Helmut Schmidt geschrieben hatte. Steinbrück sitzt unter anderem im Aufsichtsrat von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und der ThyssenKrupp AG, hier gibt er seine Einnahmen mit der Höchststufe drei an.

Generell müssen Parlamentarier alle Nebentätigkeiten offen legen, die mehr als 1000 Euro im Monat oder 10.000 Euro pro Jahr einbringen. Sie werden dann in drei Gruppen unterteilt: Stufe eins erfasst einmalige oder regelmäßige Einkünfte von 1000 bis 3500 Euro. Stufe zwei reicht bis 7000 Euro. Stufe drei gibt pauschal Einnahmen über 7000 Euro an, die allerdings auch viel höher liegen können. (dpa)

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