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Nadja Sawtschenko Kampfpilotin tritt in Hungerstreik

Nach ihrer Verurteilung zu 22 Jahren Haft in Russland tritt die ukrainische Kampfpilotin Nadja Sawtschenko in einen Hungerstreik. In einem Brief, fordert sie ihre "sofortige Rückkehr in die Ukraine".

06.04.2016 11:47
In Moskau: Sawtschenko. Foto: dpa

Die ukrainische Kampfpilotin Nadja Sawtschenko ist nach ihrer Verurteilung zu 22 Jahren Haft in Russland in einen Hungerstreik getreten. Sawtschenko stellte das Essen und Trinken ein und forderte in einem Brief, den einer ihrer Anwälte, Mark Feigin, am Mittwoch auf Facebook veröffentlichte, ihre "sofortige Rückkehr in die Ukraine".

"Sie trinkt nicht", sagte Feigin der Nachrichtenagentur AFP. Die 34 Jahre alte Sawtschenko hatte angekündigt, in einen Hungerstreik zu treten, sobald der Beginn ihrer 22-jährigen Haftstrafe offiziell bestätigt sei. Dies war am Dienstag durch ein Gericht im Südwesten Russlands erfolgt. Menschen können mehrere Wochen lang ohne Essen auskommen, ohne Wasser aber nur wenige Tage überleben.

Die Hubschrauberpilotin war am 22. März von einem russischen Gericht wegen eines tödlichen Angriffs auf zwei russische Journalisten in der Ostukraine zu 22 Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Sie wurde für schuldig befunden, im Sommer 2014 der ukrainischen Armee den Aufenthaltsort der Reporter mitgeteilt zu haben, woraufhin diese durch Granatbeschuss getötet wurden.

Die Pilotin, die in einem Freiwilligen-Bataillon gegen die prorussischen Rebellen kämpfte, weist sämtliche gegen sie erhobenen Vorwürfe als politisch motiviert zurück. Bereits von Dezember 2014 bis März 2015 war sie mehr als 80 Tage lang in einen Hungerstreik getreten, Anfang März 2015 stellte sie erneut für sieben Tage das Essen und Trinken ein.

Die Ukraine bemüht sich seit ihrer Verurteilung um einen Gefangenenaustausch. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte während des Prozesses erklärt, er sei bereit, zwei mutmaßliche russische Geheimdienstagenten, die derzeit in Kiew vor Gericht stehen, gegen Sawtschenko auszutauschen. Der Kreml hatte am Dienstag bekräftigt, dass es noch keine Entscheidung über das Schicksal Sawtschenkos gebe. (afp)

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