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Nachlese zum Atomabkommen Irans Präsident droht mit verstärkter Urananreicherung

US-Präsident Donald Trump hat den Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt. Die FR hat alle Infos und Reaktionen chronologisch aufgelistet.

08.05.2018 21:16
Hassan Ruhani
Irans Präsident Rohani droht mit verstärkter Anreicherung von Uran. Foto: dpa

22.26 Uhr - Irans Verbündeter Syrien verurteilt die US-Entscheidung. Sie werde die weltweiten Spannungen erhöhen, hießt es in einer Stellungnahme des Außenministeriums, die in den staatlichen Medien zitiert wird.

22.26 Uhr - Irans Verbündeter Syrien verurteilt die US-Entscheidung. Sie werde die weltweiten Spannungen erhöhen, hießt es in einer Stellungnahme des Außenministeriums, die in den staatlichen Medien zitiert wird.

22.17 Uhr - Bundesaußenminister Heiko Maas will auch nach Trumps Ankündigung an der Vereinbarung festhalten. Man werde versuchen dafür zu sorgen, dass "dieses Abkommen am Leben bleibt", sagt er den Tagesthemen.

22.09 Uhr - Nach dem US-Ausstieg aus dem Iran-Abkommen hat Syrien nach eigenen Angaben einen israelischen Angriff abgewehrt. Südlich der Hauptstadt Damaskus seien zwei Raketen abgeschossen worden, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Dienstagabend. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, in der Region Al-Kiswah seien schwere Explosionen zu hören gewesen. Es habe schwere Schäden gegeben.

22.06 Uhr - SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich spricht sich für Hilfen für betroffene Unternehmen aus. "Investitionen und Kredite sollten abgesichert werden", zitiert ihn die "Mitteldeutsche Zeitung". "Und wenn europäische Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, diskriminiert werden, sollten die Europäer ihnen helfen."

22.00 Uhr - Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) unterstützen die Iran-Politik der USA. Die Staatengemeinschaft solle positiv auf das Vorhaben von Präsident Trump reagieren, den Nahen Osten von Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen zu befreien, heißt es in einer Stellungnahme des Außenministeriums in den Staatsmedien.

21.57 Uhr - CDU/CSU-Fraktionsvize Johann Wadephul spricht von einem falschen Schritt des US-Präsidenten. "Es ist die bittere Erkenntnis, dass unter Präsident Trump die USA als Führungsnation einer multilateralen Weltordnung ausfallen."

21:40 Uhr - Irans Präsident Hassan Rohani hat in einer TV-Ansprache gedroht, verstärkt Uran anreichern zu wollen.

21.36 Uhr - Trumps Amtsvorgänger Barack Obama nennt die Entscheidung des Republikaners "fehlgeleitet" und "einen schweren Fehler".

21.30 Uhr - Das israelische Militär mobilisiert einige Reservisten. Dies geschehe "in spezifischen Fällen, wo nötig", sagt eine Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Einzelheiten nennt sie nicht. Die Armee berichtete zuvor von "irregulären Aktivitäten der iranischen Streitkräfte in Syrien". Die Regierung ordnete an, die Schutzbunker auf den Golan-Höhen aufzuschließen.

21.24 Uhr - Die Türkei will soweit wie möglich weiter mit dem Iran Handel treiben. Das sagt Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci im Fernsehen. Man werde niemanden dafür Rechenschaft ablegen.

21.19 Uhr - Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, fordert Unternehmen aus der Bundesrepublik auf, ihre Geschäfte mit dem Iran sofort herunterzufahren. Dies erklärt er auf Twitter.

21.10 Uhr - UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußert sich über die Entscheidung Trumps besorgt. Er fordert zudem alle anderen Unterzeichnerstaaten auf, sich an die Vereinbarungen zu halten.

21.08 Uhr - Russland will sich um den Erhalt des Abkommens bemühen. Die russische Führung sei in Kontakt mit der EU und dem Iran, zitiert die Nachrichtenagentur RIA den russischen Botschafter bei der EU.

21.05 Uhr - Die deutschen Maschinenbauer wollen sich durch den US-Ausstieg nicht beirren lassen. "So lange die EU ihre Sanktionen gegen den Iran nicht wieder aktiviert, ist legales Irangeschäft für die deutsche Wirtschaft weiterhin möglich", erklärt ihr Verband VDMA.

21.03 Uhr - Die Staats- und Regierungschefs der EU werden in der kommenden Woche auf ihrem Gipfel in Sofia über das Thema Iran und auch den Handelsstreit beraten. Trumps Position zu beiden Themen erfordere ein europäisches Vorgehen, sagt EU-Ratspräsident Donald Tusk.

20.57 Uhr - Der deutsche Außenstaatssekretär Michael Roth bedauert den Rückzug der USA. "Keine guten Nachrichten aus Washington", twittert er. Die Europäer müssten retten, was zu retten sei.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Iran

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