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Nachfolger von Michael Flynn McMaster wird nationaler Sicherheitsberater der USA

Donald Trump macht Generalleutnant H. R. McMaster zu seinem neuen Sicherheitsberater. Der Spezialist für Widerstandsbekämpfung tritt die Nachfolge von Michael Flynn an.

20.02.2017 21:34
Trump und McMaster
US-Präsident Donald Trump zusammen mit General Herbert Raymond McMaster. Foto: Susan Walsh

US-Präsident Donald Trump hat den Generalleutnant Herbert Raymond "H.R." McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt. Trump sagte am Montag vor Journalisten in seiner Residenz in Florida, McMaster habe ein "enormes Talent und enorme Erfahrung". McMaster ist ein Spezialist der Widerstandsbekämpfung und war unter anderem im Irak tätig.

Der 54-jährige Generalleutnant folgt auf Michael Flynn, der in der vergangenen Woche zurückgetreten war. Grund für den Rückzug waren Gespräche mit dem russischen Botschafter in Washington, die er geführt hatte, als er noch nicht als Nationaler Sicherheitsberater im Amt war. Später machte er zu diesen Gesprächen falsche Angaben, unter anderem gegenüber dem jetzigen Vize-Präsidenten Mike Pence.

McMaster ist ein dekorierter und hoch angesehener Absolvent der Militärakademie West Point, der an der University of Northern Carolina in US-Geschichte promovierte. Bekannt wurde er 1997 durch ein Buch zum Vietnam-Krieg, in dem er mit der damaligen politischen und militärischen Führung hart ins Gericht ging.

Der als "H.R." bekannte 54-Jährige wurde 2014 vom Magazin "Time" als einer der 100 einflussreichsten Menschen aufgelistet, unter anderem wegen seiner Bereitschaft zur Kritik. Seine Haltung führte dazu, dass er bei der Beförderung zum Brigadegeneral zunächst zweimal übergangen wurde. Die neue US-Regierung hat seit ihrem Antritt am 20. Januar ihrerseits zum Teil scharf auf Kritik reagiert.

Der Nationale Sicherheitsberater der USA ist ein unabhängiger Berater des Präsidenten und muss nicht wie etwa die Minister vom Senat bestätigt werden. Der genaue Aufgabenbereich wird von Regierung zu Regierung unterschiedlich geregelt.

Allerdings nimmt der Berater zusammen mit den Chefs des Außenministeriums, des Verteidigungsministeriums und der diversen Nachrichtendienste an den Sitzungen des Nationalen Sicherheitsrates teil und kann damit Einfluss auf die amerikanische Außenpolitik nehmen.

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