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Nach Giftgasangriff Trump deutet militärische Schritte in Syrien an

In Sachen Syrien schlagen die USA einen neuen Ton an. Grund ist der mutmaßliche Giftgasangriff. US-Präsident Trump spricht von einem „Affront gegen die Menschlichkeit“ und deutet militärische Schritte an.

05.04.2017 20:31
US-Präsident Donald Trump
Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat US-Präsident Donald Trump der syrischen Regierung vorgeworfen, eine Grenze überschritten zu haben. Foto: NICHOLAS KAMM (AFP)

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat US-Präsident Donald Trump der syrischen Regierung vorgeworfen, Grenzen überschritten zu haben. „Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden. (...)“, sagte Trump am Mittwoch.

Seine Einstellung zu Präsident Baschar al-Assad habe sich verändert, sagte Trump. Der Angriff am Dienstag auch auf Frauen, Kinder und Babys sei entsetzlich und furchtbar. Dieser „Affront gegen die Menschlichkeit des Assad-Regimes kann nicht toleriert werden“, sagte Trump.

Der US-Präsident ließ aber offen, ob und welche Konsequenzen nun folgen würden. Er deutete militärische Schritte an, sagte aber lediglich, es sei Teil seiner Politik, militärische Schritte im Vorfeld nicht zu verraten, sollte es sie denn geben.

Trump sagte, die syrische Regierung werde ein Zeichen erhalten. „Sie werden es auf jeden Fall bekommen, glauben Sie mir das.“

Trump ging nicht weiter ins Detail. Der US-Präsident hat seit Amtsantritt in mehreren Bereichen große und fundamentale Pläne angekündigt, denen bis dato wenig folgte.

Die Lage in Syrien ist sehr kompliziert, die Mittel der USA sind begrenzt. Washington kann kaum militärisch gegen Assad vorgehen, ohne sich damit unmittelbar gegen Moskau zu stellen, das die syrische Regierung unterstützt.

UN-Botschafterin der USA deutet Alleingang an

Zuvor hatte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, einen möglichen Alleingang der Vereinigten Staaten als Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien angedeutet.

„Wenn die Vereinten Nationen durchgehend bei ihrer Aufgabe scheitern, gemeinsam zu Handeln, gibt es Zeiten im Bestehen von Staaten, bei denen wir zu eigenen Maßnahmen gezwungen sind.“

Das sagte Haley in der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu dem vermuteten Angriff am Mittwoch.
Konkreter wurde Haley nicht. Es blieb deshalb unklar, ob sie ein militärisches Eingreifen in Syrien, etwa gegen Präsident Baschar al-Assad, eigene Sanktionen oder andere Maßnahmen meinte.  (dpa/FR)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Syrien
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