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Nach Amoklauf von Newtown Waffenlobby nimmt CNN ins Visier

CNN-Moderator Piers Morgan hat sich nach dem Massaker von Newtown die mächtige US-Waffenlobby zum Feind gemacht.

26.12.2012 17:13
Bettina Vestring
CNN-Moderator Piers Morgan. Foto: dapd

CNN-Moderator Piers Morgan hat sich nach dem Massaker von Newtown die mächtige US-Waffenlobby zum Feind gemacht.

Piers Morgan hat viele Feinde. Am frühen Mittwochmorgen waren es schon 70?348, Tendenz rasch steigend. Exakt so viele Amerikaner haben sich einer Petition angeschlossen, in der US-Präsident Barack Obama aufgefordert wird, Morgan des Landes zu verweisen. Morgans Verbrechen: Nach dem Massaker in einer Schule von Newtown, bei dem 20 Kinder und sechs Lehrer starben, hatte es der britische Fernseh-Moderator gewagt, in seiner Talkshow bei CNN die mächtige US-Waffenlobby anzugehen.

„Der britische Staatsbürger und CNN-Talkshow-Moderator Piers Morgan verübt einen feindlichen Angriff auf die US-Verfassung“, heißt es in der Petition. „Wir verlangen, dass Herr Morgan wegen seiner Bemühungen, die Grundrechte-Charta zu untergraben, sofort deportiert wird.“

Böse Worte gegen die NRA

Eine große, eine leidenschaftliche Debatte in eben dieser Show war es, die Morgan nun so viele Feinde eintrug. „Sie sind doch wirklich ein unglaublich dummer Mann, nicht wahr?“, beschimpfte der Moderator im Live-Gespräch einen Waffen-Lobbyisten, den er nach dem Amoklauf von Newtown interviewte. „Sie haben kein einziges logisches Argument. Die Anzahl von Schusswaffen-Morden in Amerika ist Ihnen scheißegal.“

Wird Morgan nun die USA verlassen müssen? Vermutlich nicht, auch wenn die Waffenlobby noch so tobt. Präsident Obama hat sich zwar bisher nicht getraut, selbst striktere Waffengesetze einzubringen; dafür hatte er zu viel Respekt vor der Macht der Waffenlobby. Doch dass er Morgans Anliegen teilt, daran hat er nie einen Zweifel gelassen.

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