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Mord an Mireille Knoll EU will Antisemitismus vertreiben

Die EU-Kommission hat nach dem Mord an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll in Paris zum verstärkten Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen.

27.03.2018 12:05

„Die französische Justiz reagiert mit Entschlossenheit. Folgen wir alle dem Beispiel und vertreiben den Antisemitismus aus Europa“, schrieb Vizekommissionschef Frans Timmermans am Dienstag auf Twitter.

Die 85-jährige Knoll war am Freitag ermordet in ihrer Wohnung in Paris aufgefunden worden. Presseberichten zufolge wies der Körper Stichwunden auf und war teilweise verbrannt. Gegen zwei Tatverdächtige wurden am Montag in Paris Ermittlungsverfahren eingeleitet und die beiden in Untersuchungshaft genommen. Laut französischen Medienberichten, die sich auf Justizkreise stützten, wird ihnen Mord mit antisemitischem Hintergrund vorgeworfen.

Holocaustüberlebende aus Paris

Laut der Tageszeitung „Le Parisien“ hatte sich Knoll zuvor mehrfach bei der Polizei gemeldet und von Morddrohungen eines Mannes berichtet.

Nach Angaben ihrer Familie ist Knoll nur knapp der Razzia vom 16. und 17. Juli 1942 entkommen. Bei der „Razzia des Wintervelodroms“ wurden etwa 13.000 Juden im Velodrom von Paris festgesetzt. Von dort wurden sie dann in Vernichtungslager deportiert. Knoll konnte kurz zuvor noch aus Paris fliehen. (epd)

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