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Ministerrat Gemeinsame Kampfflieger mit Frankreich geplant

Deutschland und Frankreich wollen zusammen einen Kampfflieger entwickeln. Das ist nicht das einzige gemeinsame Verteidigungsprojekt.

13.07.2017 16:26
Ministertreffen
Angela Merkel mit Emmanuel Macron: bis 2018 soll der Fahrplan stehen. Foto: dpa

Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam einen neuen Kampfjet entwickeln. „Unser Wunsch ist es, eine neue Generation gemeinsamer Kampfflugzeuge zu haben“, sagte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Donnerstag zum Abschluss eines deutsch-französischen Ministerrats in Paris. „Das ist eine tiefgreifende Revolution. Aber wir haben keine Angst vor Revolutionen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)  sagte, für die Entwicklung von Kampfflugzeugen solle „bis Mitte 2018“ ein Fahrplan entwickelt werden. Sie verwies darauf, dass es auch andere gemeinsame Projekte im Verteidigungssektor gebe, unter anderem bei Drohnen und Satelliten. Laut einem Abschlussdokument des Ministerrats soll das neue Kampfflugzeug langfristig die „aktuellen Kampfflugzeug-Flotten“ beider Länder ersetzen.

Probleme mit dem Eurofighter 

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hob hervor, es sei „viel klüger, dass wir Europäer die nächste Generation von Gerät und Technologie gemeinsam entwickeln, ob Panzer oder Flugzeuge“. Sie fügte hinzu: „Große Projekte, die keiner alleine stemmen kann, sind europäisch möglich.“

Derzeit verwendet die Bundeswehr unter anderem den Eurofighter, Frankreich unter anderem die Rafale als Kampfflugzeug. Mit dem europäischen Kampfjet Eurofighter hatte es in der Vergangenheit wiederholt Probleme gegeben. Dieser machte wegen technischer Probleme, etwa wegen Materialmängeln, zuletzt immer wieder Negativschlagzeilen.

Das Eurofighter-Konsortium setzt sich zu 33 Prozent aus der britischen Firma BAE Systems, zu 21 Prozent aus dem italienischen Unternehmen Leonardo und der auf militärische Luftfahrt spezialisierten Airbus-Sparte Airbus Defence and Space zusammen. Über letztere ist Deutschland beim Eurofighter mit 33 Prozent und Spanien mit 13 Prozent beteiligt. (afp) 

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