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Trittin Vergangenheit Pädophilie-Debatte Klappe halten, alle miteinander

Trittin hat seinen Fehler in der Pädophilie-Debatte eingestanden, aber es hilft nichts: In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs stürzt sich die Konkurrenz gierig auf die Schuld der Grünen und ihres Spitzenkandidaten. Dabei hat sie keinen Grund, sich in moralischer Überlegenheit zu weiden.

Trittin bei einer Podiumsdiskussion in Göttingen. Foto: dpa

Trittin hat seinen Fehler in der Pädophilie-Debatte eingestanden, aber es hilft nichts: In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs stürzt sich die Konkurrenz gierig auf die Schuld der Grünen und ihres Spitzenkandidaten. Dabei hat sie keinen Grund, sich in moralischer Überlegenheit zu weiden.

Es ist keine drei Jahrzehnte her, dass Wissenschaftler und einige Politiker Sex mit Kindern erlauben wollten. In einer irrwitzigen Überzeichnung des Ziels, private Beziehungen von Strafe zu befreien und auch Kindern Rechte zu geben, missachteten sie eine Tatsache: Niemals wird ein Kind gegenüber Erwachsenen zu einem wirklich gleichberechtigten „Nein“ in der Lage sein.

Jürgen Trittin hat den schweren Fehler unumwunden eingestanden, aber es hilft nichts: Die Konkurrenz stürzt sich begierig auf die Schuld der Grünen. Dabei hat sie keinen Grund, sich in moralischer Überlegenheit zu weiden.

In den Siebziger und Achtziger Jahren hatte die Forderung, „gewaltfreien“ Sex mit Kindern zu erlauben, eine gewisse Konjunktur. Das entlastet niemanden, trägt aber zur historischen Klärung bei. Entscheidend ist in solchen Fällen, ob es den Beteiligten gelungen ist, sich aus diesem gedanklichen Umfeld zu befreien. Das haben die Grünen eindeutig getan.

FR-Wahlhelfer
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