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Streit um die Burka Lauter Vorreiter

In Deutschland herrscht Entrüstung zum Ansinnen einer Mitarbeiterin des Frankfurter Bürgeramtes, fortan in Burka die Bürger beraten zu wollen. Auch in der Politik galoppiert nun ein jeder durch offene Türen.

Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Entschlossenheit und Tatkraft gibt es grad günstig im Winterschlussverkauf. Wo keine Burkas mehr hängen, weil sich offenbar sämtliche Landesbedienstete in den Vollschleier hüllen wollen, ist markige Meinung jetzt wohlfeil zu haben. In den Redaktionen stapeln sich entrüstete Erklärungen zum Ansinnen einer Mitarbeiterin des Frankfurter Bürgeramtes, fortan in Burka die Bürger beraten zu wollen.

Als genüge es nicht, wie der Frankfurter Personaldezernent Markus Frank den womöglich auch mit dem Gedanken an eine hübsche Abfindung verbundenen Wunsch deutlich zurückgewiesen hat, galoppiert nun ein jeder durch offene Türen. Allen voran Hessens um Profil bemühter Innenminister Boris Rhein (CDU), der sich seiner medialen Vorreiterrolle beim Burkaverbot für Landesbedienstete erfreuen kann. Da mögen auch die Niedersachsen nicht mehr nachstehen, und der Innenexperte der SPD nickt wohlwollend zu einem Bundes-Beamten-Burka-Verbot. Als gelte es, jetzt mit vereinten Kräften ein zweites Mal die Türken vor Wien zu stoppen.

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