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Merkel in Griechenland Die Ärmeren trifft es am härtesten

Kanzlerin Merkel besucht Griechenland und zeigt Verständnis für die Menschen, die dort zu leiden haben. Gerade so, als hätte sie damit nichts zu tun. Der Leitartikel.

Griechenland
Mittlerweile Freunde? Kanzlerin Merkel trifft auf Alexis Tsipras. Foto: dpa

Niemand kann garantieren, dass eine andere Politik mal rasch Europa retten würde. Aber es muss schon erschrecken, dass von Umverteilung des Reichtums, von Investitionen in vergleichbare Lebensverhältnisse für alle Europäer, von einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik, die eine gemeinsame Währung eigentlich zwingend braucht, in der EU so gut wie keine Rede ist.

Deutschland hat nach Berechnungen der Bundesbank seit der Finanzkrise 368 Milliarden Euro an Kreditkosten gespart, weil die Europäische Zentralbank die Zinsen drückte, um die Wirtschaft in den Krisenländern nicht vollständig abschmieren zu lassen. Und wir diskutieren darüber, ob wir den Griechen und anderen nicht schon zu viel „geholfen“ hätten. Darauf hätte Alexis Tsipras seine deutsche Kollegin mal ansprechen sollen. Das tat er offenbar nicht. Er ist halt inzwischen das, was Angela Merkel sich unter einem „Europäer“ vorstellt.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Griechenland

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