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Linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ fehlt die Idee

Die linke Initiative „Aufstehen“ kann kein Ausgleich für die Versäumnisse der linken Parteien sein. Was ihr fehlt, sind Ideen, die begeistern. Der Leitartikel.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht Foto: imago

Abgesehen von allen organisatorischen und vor allem inhaltlichen Fragen, die noch zu klären sind, fehlt es „Aufstehen“ bislang vor allem an einem: dem mitreißenden Projekt, der Idee, die Menschen zum Mitmachen treibt. Über dem Projekt liegt jener Hauch des Missmuts, den die Linke in Deutschland leicht mal verbreitet.

Emmanuel Macron hat gezeigt, welches Begeisterungspotenzial im Thema Europa steckt, etwas, das jede erfolgreiche Bewegung braucht. Es wäre nun eine große Aufgabe, eine neue Europabegeisterung als linke Erzählung zu entwickeln. Doch gerade die Wagenknecht-Linke schürt – in Eintracht mit der französischen Linksbewegung La France Insoumise – eher Misstrauen gegen europäische Perspektiven.

In seiner legendären Mannheimer Parteitagsrede hat Oskar Lafontaine 1995 gerufen: „Es gibt noch Politikentwürfe, für die wir uns begeistern können, und wenn wir selbst begeistert sind, können wir auch andere begeistern.“ Genau daran mangelt es „Aufstehen“.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Aufstehen

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