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Karstadt und Kaufhof Schließen von Filialen erwartet

Die Fusion von Kaufhof und Karstadt ist kein Happy End. Das neue Warenhaus muss viele Probleme lösen. Ungewiss ist, ob das gelingt. Der Leitartikel.

Kaufhäuser
Fusion von Kaufhof und Karstadt - Standortschließungen dürften die Folge sein. Foto: rtr

Harte Verhandlungen für Arbeitnehmer

Ein Glücksfall ist für die Beschäftigten, dass mit Stephan Fanderl ein ausgewiesener und ausgefuchster Handelsexperte das Ruder bei der neuen Europäischen Warenhaus AG übernimmt. Dass Karstadt überhaupt eine Zukunft hatte, ist vor allem seinem Geschick zu verdanken. Er hat allerdings bei Karstadt auch einen harten Sanierungskurs gefahren. Den wird er nun vermutlich auch bei Kaufhof anstreben.

Die Arbeitnehmervertreter werden sich in den kommenden Monaten auf harte Verhandlungen einstellen müssen: Die Karstadt-Beschäftigten werden nach wie vor nicht nach Tarif bezahlt, eine entsprechende Vereinbarung wird das Management nun mit Sicherheit auch mit dem Kaufhof-Personal erreichen wollen. Die Gegenleistung könnten – zeitlich befristet – Standortgarantien sein für Häuser, deren Mietverträge ohnehin erst mal nicht auslaufen.

Was danach wird, hängt vor allem davon ab, ob es gelingen wird, das Geschäft wieder zu drehen und den Warenhäusern diesmal eine echte Zukunftsperspektive zu geben. Die haben sie verdient, denn ohne Warenhäuser wären viele Innenstädte noch ein bisschen ärmer.

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