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Hetzjagd in Chemnitz Fruchtbarer Nährboden im Osten

Ereignisse wie diese in Chemnitz dürfen sich nicht wiederholen. Für dieses Ziel kann die Empörung nur ein guter erster Schritt sein. Demokraten müssen sich zusammentun. Der Leitartikel.

Chemnitz
Hitler-Gruß und Ausländer jagen: In Chemnitz tobt der Mob, und die Polizei ist überfordert. Foto: dpa

Alles in allem ist dieses Mosaik an Erklärungsversuchen also weit entfernt von einer echten, offenen Fehleranalyse. Diese steht noch immer aus – und darf übrigens kein Studienprojekt der West-Elite sein, sondern muss die ostdeutsche Stimmen ernst nehmen. Das bedeutet aber auch, dass diejenigen, die sich im Osten zu Unrecht in einen Topf mit Neonazis, Wehrmachtfans und Hooligans geworfen fühlen, ein neues Wir-Gefühl entwickeln müssen. Das „Wir“ im Osten darf nicht mehr kollektiv beleidigt sein, wenn Rechtsextremismus, Vorurteile und Populismus-Anfälligkeit in den neuen Ländern angeprangert werden.

Wenn das Ost-“Wir“ gegen „die da“ steht, dürfen damit nicht länger „die Wessis“ oder „die da oben“ gemeint sein. Mit „Wir gegen die“ muss gemeint sein: Wir Demokraten gegen die Demokratiefeinde. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Chemnitz

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