Lade Inhalte...

CDU nach Merkel Was bleibt vom Erbe Merkels?

Bricht in der CDU nach Angela Merkel der Richtungsstreit aus? Kommt es gar zur Spaltung? Oder ist man sich einiger, als es manchmal scheint? Der Leitartikel.

Union
Angela Merkel ist nicht mehr die Flüchtlingskanzlerin, wie gemeinhin behauptet wird. Foto: afp

Kontrast zu Typen wie Trump, Erdogan oder Putin

Nein, Merkels Erbe besteht nicht in einer „Sozialdemokratisierung“ der CDU, wie es ja ebenfalls oft heißt. Sie hat der Partei ein moderneres Gesicht gegeben, das stimmt. Sie stellt im bescheidenen Auftreten einen angenehmen Kontrast dar zu testosteronstrotzenden Typen wie Trump, Erdogan oder Putin. Aber vor allem am wirtschaftsliberalen Kern der Programmatik hat sie nichts geändert.

Weil das so ist, wird die jetzt anstehende Neuorientierung eher Stil und Tonlage betreffen als die Inhalte der Politik – egal, wer es wird. Die oder der Neue wird sicher den konservativen Beharrungskräften ein paar mehr rhetorische Brocken hinwerfen. Aber an den beschriebenen politischen Knackpunkten wird sie oder er kaum etwas ändern. Merz wird womöglich versuchen, den neoliberalen Teil noch etwas anzuschärfen, Kramp-Karrenbauer stärker den konservativen. Aber eine Richtungsentscheidung sieht anders aus, „Spaltung“ erst recht.

Wahrscheinlich werden die Murrenden in der CDU die neuen, alten Töne gern hören. Und vielleicht fällt ihnen dann gar nicht auf, dass sich inhaltlich so gut wie gar nichts ändert.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen