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„Aufstehen“ Koalitionsfähigste Sahra Wagenknecht aller Zeiten

Der Start von „Aufstehen“ ist gelungen. Wer Deutschland nicht dem Zweikampf zwischen Merkels Stillstandspolitik und dem rechten Rand überlassen will, sollte Wagenknechts Projekt nicht voreilig verdammen. Der Leitartikel.

Aufstehen
Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke stellt offiziell ihre Sammelbewegung vor. Foto: dpa

Das alles ist nicht etwa deshalb wichtig, weil die persönlich-politische Entwicklung der Sahra Wagenknecht von überragender Relevanz für Deutschland wäre. Wichtig ist es, weil Unzufriedenheit und Empörung tatsächlich nicht länger den Rechten überlassen werden dürfen

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Wer sich um die politische Kultur in Deutschland sorgt, wird deshalb jede demokratische Initiative begrüßen, die dem Rechtstrend etwas entgegenstellt. Das gilt auch für „Aufstehen“ – vorausgesetzt, es schleichen sich nicht doch wieder anti-liberale Töne ein. Mitinitiator Bernd Stegemann deutete leider an, wie das aussehen könnte, als er die „manchmal etwas überschäumende, selbstherrliche Moral“ der gesellschafts-liberalen Linken als „postmoderne Identitätspolitik“ verhöhnte – was mancher rechte Vordenker nicht polemischer hätte formulieren können.

Wer von SPD, Grünen und Linken verlangt, an gemeinsamen Mehrheiten zu arbeiten, sollte sich derart spalterische Töne sparen. Wenn sie aber eine Einzelstimme bleiben, hat „Aufstehen“ eine Chance. Es spricht nichts dagegen, wenn viele Menschen mitmachen und dafür sorgen, dass nicht doch wieder der Spaltpilz wächst.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Aufstehen

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