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1968er-Bewegung Radikaler denken

Wir sollten die Erinnerung an die aufrührerischen Tage vor 50 Jahren dazu nutzen, wieder nach Alternativen zu suchen. Der Leitartikel.

Rudi Dutschke
Studentenführer Rudi Dutschke bei einer Protestversammlung vor dem US-Konsulat in Frankfurt. Foto: epd

Das ist auch deshalb kein Wunder, weil ihre einzige Vision rückwärts gerichtet ist, auf historisch längst überwundene völkische und undemokratische Verhältnisse. Dass sich dafür kein intellektuell anspruchsvolles Umfeld findet, ist nicht überraschend.

Sie ist freilich auf der Linken nicht so viel besser, wo vor allem Schweigen und Ratlosigkeit herrschen. „Ich kann das nicht verstehen, ich kann diese Lethargie bei den Intellektuellen, Künstlern, Schriftstellern überhaupt nicht nachvollziehen“, klagte gerade Bahman Nirumand, einer der klügeren Köpfe der 68er Bewegung. Was bleibt zu tun?

Wir sollten die Erinnerung an die aufrührerischen Tage vor 50 Jahren dazu nutzen, die Suche auch nach radikalen Alternativen wieder ernster zu nehmen. Die Herausforderungen unserer Zeit sind wahrlich nicht geringer, sondern komplexer geworden. Dass es damit auch nicht mehr so einfach ist, eindeutige Feindbilder zu bestimmen wie einst, macht die Sache nur umso spannender.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier 1968er-Bewegung

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