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Verkehr Die Bahn voran bringen

Die Bahn ist keine politikfreie Zone. Aber auch kein Laden für Menschen mit Parteibuch. Ein Kommentar.

Deutsche Bahn
Ein ICE der Deutschen Bahn. Foto: imago

Pünktlich, zuverlässiger und effizienter soll die Bahn nach den Vorstellungen von Union und SPD werden, wie die Sozialdemokraten unter Verweis auf den Koalitionsvertrag noch einmal bekräftigen. Das sind hehre Ziele, eigentlich aber eine Selbstverständlichkeit. 

Richtig ist die klare Absage der schwarz-roten Verhandlungsführer an eine Privatisierung. Die Schweiz macht gute Erfahrungen damit, dass sie für ihre Bahn dem Gemeinwohl und dem Ausbau des Marktanteils Vorrang gibt vor dem Renditestreben.

Laut Koalitionsvertrag soll sich die Zahl der Bahnreisenden bis 2030 verdoppeln. Für den Güterverkehr auf der Schiene wird eine Trendwende nach der ausgeprägten Schwächephase angepeilt. Das ist nicht der große Wurf. Aber den braucht es auch nicht immer. 


Die Bahn hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich, mit Rückschlägen bei Qualität und Pünktlichkeit, mit Pannen beim Start der Schnellstrecke Berlin München und dem Desaster bei Stuttgart 21. Aber 2017 brachte auch einen Passagierrekord. Was die Bahn am wirksamsten voranbringt, ist eine verlässliche, stetige, nachhaltige Politik. Und die Parteien dürfen das Unternehmen nicht länger als ihren Laden begreifen, in dem sie mehr oder weniger verdiente Politiker unterbringen können.

Die Bahn ist keine politikfreie Zone. Aber es kann auch nicht sein, dass ein Parteibuch bei der Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsposten wichtiger ist als die fachliche Qualifikation.

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