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Verfassungsschutzchef Maaßen Was muss noch passieren?

Der Verfassungsschutzchef Maaßen muss hoffen, dass nicht noch mehr seiner Verfehlungen bekannt werden und sein Vorgesetzter Seehofer weiter an ihm festhält. Ein Kommentar.

Hans-Georg Maaßen
Gleichermaßen geprägt von kühler Intelligenz wie von Selbstüberschätzung: Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Foto: dpa

Hans-Georg Maaßen hat ein langes Wochenende vor sich. Denn er könnte von Dienstag an dauerhaft frei haben. Bis dahin muss er bangen, ob eher der CSU-Parteitag am heutigen Samstag seinen Dienstherren Seehofer und damit ihn, Maaßen, vorerst stabilisiert – oder ob weitere seiner Verfehlungen aufgedeckt werden, die Seehofer eine gesichtswahrende Möglichkeit geben, doch von ihm abzurücken.

Man fragt sich nur, was für eine Entlassung noch nötig ist, wenn es nicht reicht, dass Deutschlands oberster Verfassungsschützer die AfD bevorzugt informiert, sie aber nicht beobachten lassen will, dass er den Bundestag über einen V-Mann im Umfeld des Berlin-Attentäters Amri belogen hat und nach den Chemnitz-Ausschreitungen seine Meinung als fachliche Einschätzung kostümierte, weil ihm die Einschätzung der Kanzlerin missfiel, dass dort Migranten gejagt wurden, er aber über Ausländergewalt sprechen wollte, wie auch die AfD – die sich auf ihn beruft.

Nähe zur AfD

Man kann noch simpler fragen: Wenn es so ist, wie Seehofer sagt, dass die AfD eine staatszersetzende Partei ist, die sich gegen diesen Staat stellt, wäre es dann nicht besser, der Verfassungsschutzchef läge mit seiner Bewertung rechtsradikaler Aktivitäten näher bei der Regierungschefin als bei dieser AfD?

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