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USA und TPP Heute hü, morgen hott

US-Präsident Trump stößt beim Freihandelsabkommen TPP alle vor den Kopf - mal wieder. Ein Kommentar.

Donald Trump
US-Präsident Trump macht eine Kehrtwende beim asiatischen Handelsabkommen TPP. Foto: afp

So kann man doch nicht mit Menschen umgehen, und auch nicht mit Verbündeten. Völlig richtig, bezöge sich der Satz nicht auf Donald Trump. Der kann nicht nur, er tut es. Heute jene Staaten vor den Kopf gestoßen, morgen diese hofiert und übermorgen andersherum. Wie es gerade gefällt. Aktuell angesagt ist eine Art Kehrtwende beim asiatisches Handelsabkommen TPP. Von der Regierung Obama ins Leben gerufen, um der wachsenden Macht Chinas entgegenzutreten, hat Trump es für nichtig erklärt, weil es den USA zu wenig nütze.

Nun aber, wo zumindest der wirtschaftliche Teil des Verhältnisses zwischen den USA und China am Boden liegt, hat der US-Präsident eine Überprüfung dieses Rückzugs beauftragt. Wie gewohnt, nahm er schon kurze Zeit später auf Twitter die Politikwende halbwegs wieder zurück und verkündete, der „Deal“ müsse aber selbstverständlich viel besser für die USA ausfallen.

Leider kann die Welt daraus nur lernen, was sie ohnehin weiß: Da ist einer US-Präsident, der redet erst und denkt dann, oder er denkt gar nicht, wer will es wissen. Jedenfalls weiß niemand, ob den Präsidenten sein Geschwätz von eben gleich noch kümmert. Das ist die denkbar schlechteste Voraussetzung für jede Art Beziehung – ob zu Menschen oder zu Staaten. 

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