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US-Angriff in Afghanistan Vater aller Fehlschläge

Donald Trump will mit dem Einsatz der „Mutter aller Bomben“ am Hindukusch Stärke beweisen. Doch wird die Attacke sich schnell als Flop entpuppen.

Donald Trump
Sieht sich selbst als starker Mann: Donald Trump Foto: dpa

Afghanistans Geschichte legt nahe, dass man nur mit der Waffe in der Hand vorankommt. Sie lehrt freilich auch, dass militärische Macht am Hindukusch niemals den Erfolg garantiert. Barack Obama setzte deshalb sozusagen auf den Degen in seinem Waffenarsenal und verließ sich auf unbemannte Drohnen – mit variablem Erfolg. Donald Trump glaubt offenbar, er könne fanatischer Kämpfer eines Ablegers des „Islamischen Staats“ (IS) in Afghanistan mit einem groben Kriegsbeil, in diesem Fall der „Mutter aller Bomben“, Herr werden.

Er träumt. Afghanistans Krieger haben in der unwirtlichen Natur einen schier unbezwingbaren Verbündeten. Die Berge und natürlichen Höhlen nahe der Grenze zu Pakistan, in denen die Terrorgruppe – nur eine von rund 20 im Land – Zuflucht suchen, sind in der Neuzeit noch immer stärker gewesen als Erdbeben und alle konventionellen Bomben.

Die „Mutter aller Bomben“, ein 16 Millionen US-Dollar teures, 9500 Kilogramm schweres, schreckliches Ungetüm mit der Sprengkraft von 11 000 Tonnen TNT, soll 36 IS-Kämpfer getötet haben. So viele Opfer schafft der IS mit einem simplen Selbstmordattentat. Es scheint eher, dass die Aktion zum „Vater aller Fehlschläge“ des neuen US-Präsidenten wird. Denn die „Mutter aller Bomben“ ist längst verpufft.

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