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UN-Sicherheitsrat Alle gegen Trump

Zu recht wollen sich viele im UN-Sicherheitsrat gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung aussprechen. Ein Kommentar.

Donald Trump
Ziemlich einsam: Donald Trump. Foto: dpa

Das wäre schon ein deutliches Zeichen, wenn der UN-Sicherheitsrat sich gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump stellen würde, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Die Trump-Regierung kann das Vorhaben zwar blockieren. Politisch ist der Vorgang aber interessant.

Ähnlich wie beim Klimaschutz zeigen die Staaten, dass sie bereit sind, Erreichtes gegen Trump zu verteidigen – und sei es nur der Plan für ein unerreichtes Ziel. Die EU-Staaten sollten sich der ägyptischen Initiative der arabischen Welt anschließen. Sie würden erneut zeigen, dass Europa sich von Trump nicht alles gefallen lassen will.

Noch besser wäre es, wenn Trumps Gegner ihm nicht nur entgegentreten, sondern zusätzlich seiner destruktiven Politik etwas Konstruktives entgegensetzen würden. Sie hätten den russischen Vorstoß aufnehmen und vorschlagen können, Ost-Jerusalem zur Hauptstadt der Palästinenser zu erklären. Das wäre zwar auch nicht durch den Sicherheitsrat gekommen. Doch damit hätte man an die Zwei-Staaten-Lösung erinnert.

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