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Türkei Festnahmen statt ehrlicher Aufklärung

Ein Jahr nach dem Putschversuch sind die Hintergründe weiter unklar - und die Regierung in Ankara trägt nichts dazu bei. Ein Kommentar.

Putschversuch in der Türkei
Menschen stehen auf einem gepanzerten Fahrzeug nach dem Putschversuch in der Türkei. Foto: epa

Ein Jahr nach dem versuchten Putschversuch von Teilen des Militärs in der Türkei sind immer noch mehr Fragen offen als beantwortet. Immer noch ist nicht klar, was genau am 15. Juli 2016 geschah und wer was wusste. Der einzige gesellschaftliche Konsens in der Türkei besteht darin, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen dahintersteckt.

Von der einstigen Zusammenarbeit mit der Gülen-Bewegung gegen politische Gegner von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will weder er noch jemand in der Regierungspartei AKP etwas wissen. Statt ehrlicher Aufklärungsarbeit, auch in den eigenen Reihen, hat die türkische Regierung den Ausnahmezustand dazu genutzt, zahlreiche Oppositionelle und Andersdenkende festnehmen zu lassen.

Die von der AKP dominierte Aufklärungskommission zum Putschversuch hat weder Generalstabschef Hulusi Akar noch Geheimdienstchef Hakan Fidan in den Ausschuss vorgeladen, die Licht ins Dunkel bringen könnten. So liefert die Regierung weiter all jenen Vorschub, die davon überzeugt sind, dass die Regierung den Putsch kontrolliert hat.

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