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Terror in Ägypten Al-Sisi in Erklärungsnot

Die Machthaber in Ägypten haben seit dem Militärputsch mehr Sicherheit versprochen und repressiv regiert. Das Leben der Menschen hat das nicht sicherer gemacht, wie der Anschlag mit mehr als 200 Toten zeigt. Unser Kommentar.

Abdel Fattah al-Sisi
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi nach dem Anschlag in Kairo. Foto: afp

Die Nachricht von dem blutigen Anschlag in Ägypten trifft vor allem die Angehörigen und Freunde der vielen Opfer, die vom Freitagsgebet nicht mehr heimkehrten. In dem Land am Nil wird die Angst vor weiteren Attentaten noch wachsen. Schließlich starben in den vergangenen Monaten bereits viele bei ähnlichen Anschlägen.

Das Regime von Präsident Abdel Fatah al-Sisi bringen die Toten in Erklärungsnot. Die Machthaber haben seit dem Militärputsch 2013 mehr Sicherheit im Land versprochen und dafür äußerst repressiv regiert.

Doch die Verhaftungswellen gegen Aktivisten und Mitglieder oppositioneller, säkularer und linker Parteien sowie die Gesetzesänderungen etwa gegen Nichtregierungsorganisationen haben lediglich die Diktatur stabilisiert, aber das Leben der Menschen nicht sicherer gemacht.

Deutschland und die anderen EU-Staaten sollten deshalb weniger die Sicherheitskooperation mit Ägypten ausbauen als vielmehr auf politische Reformen bestehen und Kairo dazu drängen, rechtsstaatliche Standards einzuhalten.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Ägypten

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