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Syrien Der nächste Konflikt in Syrien wartet schon

Der Westen hat im Umgang mit Syrien viele Fehler gemacht - die Abschiebung der von dort Geflohenen wäre der nächste. Der Kommentar.

Flüchtlinge reisen zurück nach Syrien
Umarmung am libanesischen Grenzübergang Masnaa vor der Einreise nach Syrien: Etwa tausend syrische Flüchtlinge haben die libanesische und syrische Regierung um Erlaubnis gebeten, die Grenze überqueren zu dürfen. Foto: dpa

Die Bomben aus syrischen und russischen Flugzeugen fallen immer noch auf Syrien, iranische Truppen bedrängen immer noch die Gegner des Diktators Baschar al-Assad, aber die Kritik der Europäer daran ist verstummt. Brüssel und Berlin haben stillschweigend die Macht des Faktischen in dem Bürgerkriegsland akzeptiert. Assad wird bald das Ende des Krieges verkünden – als Sieger.

Schon heute kehren in Syrien die Binnenflüchtlinge in ihre Heimatregionen zurück. Jordanien und der Libanon fordern Flüchtlinge auf, zurückzugehen, auch weil die internationale Hilfe nicht ausreicht. Und jetzt ist die erste laute Forderung aus Deutschland zu hören, Syrer abzuschieben.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will die Flüchtlinge loswerden und verrät, dass Kanzlerin Angela Merkel mit Moskau über die Organisation der Rückkehr spricht.

Der Westen hat im Umgang mit Syrien und dem Irak, ohne den der Krieg im Nachbarland nicht zu verstehen ist, viele Fehler gemacht. Und er bereitet einen neuen vor: die schnelle Abschiebung der Syrer. Was ist denn zu erwarten, wenn sie in eine Diktatur zurückkehren müssen? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort ein neuer Konflikt ausbricht – und mit schnellen Abschiebungen bereitet Deutschland ihn mit vor. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Syrien

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