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SPD Es hätte Bessere gegeben

Mit der Ministeriumsvergabe ist es so eine Sache. Der Versuch, alle zufrieden zu stellen, kann schnell zur Fessel werden. Ein Kommentar.

Selfie künftige SPD-Minister
Ein Selfie der künftigen SPD-Minister. Foto: dpa

Es ist eine komplizierte Aufgabe, eine Ministerliste zusammenzustellen. Nicht immer wird sie gut gelöst. Die Frauenquote hat die SPD gut erfüllt. Zwar haben Männer die gewichtigeren Ressorts bekommen, aber immerhin sind Männer und Frauen gleichermaßen vertreten.

Die Sache mit dem Regionalproporz ist verzwickt. Er kann hilfreich sein, weil er den Blick schärft. So wäre vielleicht niemand darauf gekommen, Franziska Giffey zur Ministerin zu machen – wenn nicht die Ostverbände der SPD darauf gedrängt hätten. Die Berufung der Kommunalpolitikerin aus Berlin-Neukölln ist eine kluge Wahl. Franziska Giffey kennt den Alltag der Bürger und spricht Probleme an.

Wenn aber der ideale Kandidat aus einem Landesverband nicht gefunden wird, kann der Proporz zur Fessel werden. So ist es bei der Besetzung des Umweltministeriums durch Svenja Schulze geschehen. Die nordrhein-westfälische SPD hätte es sicher überlebt, mal nicht im Kabinett vertreten zu sein. Es hätte weit bessere Kandidaten gegeben.

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