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Schwangerschaftsabbruch Kein Beitrag zur Debatte

Bei der Abtreibung liegt Jens Spahn nicht ganz falsch. Seine Aussagen sind aber kein Beitrag zur Debatte. Ein Kommentar.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Seine Aussagen sind kein Beitrag zur Debatte um Schwangerschaftsabbrüche: Jens Spahn. Foto: imago

In den Geschichtsbüchern der Zukunft wird man für das Jahr 2002 noch eine Zäsur eintragen müssen. Vorher war das Leben in Deutschland ruhig und beschaulich. Seither sitzt Jens Spahn aus Ahaus im Münsterland im deutschen Bundestag. Und spätestens seit März 2018, als der 37-Jährige zum Gesundheitsminister aufstieg, müssen zumindest politisch Interessierte eingestehen: Ohne den Christdemokraten wäre das Leben öde und sinnlos.

Beim Thema Abtreibung liegt Spahn diesmal nicht ganz falsch. Es geht um menschliches Leben. Und ein Schwangerschaftsabbruch ist kein Eingriff wie jeder andere. Spahn freilich zieht einen Vergleich zum Tierschutz und spricht von „Werbung“ für Abtreibung, obwohl es sich im landläufigen Sinn nicht um Werbung handelt. Würde er weniger an der Wortschraube drehen, wäre es ein Beitrag zur Debatte. So kaum.

Den Streit über die „Ehe für alle“ hat Spahn übrigens linke und liberale Homosexuelle ausfechten lassen. Alles andere hätte sein konservatives Profil beschädigt. Geheiratet hat er dennoch. Ohne Scham.

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