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Russland-Affäre Wikileaks - die Wahlhelfer von Trump

Wikileaks hat sich dem Sohn von Donald Trump regelrecht als Wahlkampfhelfer angeboten. Ist die Plattfrom noch eine seriöse Quelle? Ein Kommentar.

Julian Assange
Berechtigte Skepsis gegenüber Assange wuchs seit Jahren – die neuesten Enthüllungen lassen nun kaum Zweifel: Er sah seine Mission zuletzt nicht mehr in der Freiheit der Information. Foto: afp

Für viele war Julian Assange lange ein Held. Seine Enthüllungsplattform Wikileaks machte US-Kriegsverbrechen öffentlich, entlarvte den heuchlerischen Umgang mit Schurkenstaaten und verhalf dem NSA-Whistleblower Edward Snowden zur Flucht.

Berechtigte Skepsis gegenüber Assange wuchs seit Jahren – die neuesten Enthüllungen lassen nun kaum Zweifel: Er sah seine Mission zuletzt nicht mehr in der Freiheit der Information. Er wollte mit der Veröffentlichung gehackter Mails des Hillary-Clinton-Lagers aus offenbar russischer Hand nicht die Fehler der Demokraten offenlegen. Er wollte gezielt Donald Trump zur Macht verhelfen. Wikileaks diente sich Trumps Sohn regelrecht als Wahlkampfhelfer an.

Nun kann sich auch keiner mehr der Frage entziehen, ob Snowden zufällig in Russland landete und wie Moskaus Geheimdienst das ausnutzt. Noch spricht nichts dafür, dass Snowden lügt, wenn er jede Zusammenarbeit mit Russland bestreitet. Assanges Motive aber liegen auf der Hand. Als seriöse Quelle ist Wikileaks damit erledigt.

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