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Rede von Theresa May Panne und Inhaltsleere

Das Gehuste lenkt vom Gesagten ab - die Rede von Theresa May gerät zum Alptraum. Bis zum Brexit dürfte Mays Regierung weiter vor sich hinstolpern. Ein Kommentar.

May
Theresa May bei ihrer Rede am Mittwoch. Foto: rtr

Die Parteitagsrede der britischen Premierministerin Theresa May geriet zum Alptraum. Paradoxerweise könnten die Pannen der schlingernden Regierungschefin nutzen. Auf jeden Fall brachten sie May Respekt dafür ein, dass sie durchgehalten hatte – ganz nach ihrem Motto, sie und ihr Kabinett müssten ihre Pflicht für das Land tun. Das Gehuste lenkte aber von der Inhaltsleere des Gesagten ab.

Immerhin entschuldigte sich die Parteichefin endlich für die mutwillig vom Zaun gebrochene Unterhauswahl, die ihrer Partei die absolute Mandatsmehrheit gekostet hat. Aber Einzelheiten zum Brexit, Vorschläge zur Heilung der noch immer tief gespaltenen Nation blieb May schuldig, von Themen wie Klimawandel oder der anhaltenden Nordkorea-Krise ganz zu schweigen.

Wenig spricht dafür, dass sich genügend Torys um den ehrgeizigen Außenminister Boris Johnson oder die reaktionäre Witzfigur Jacob Rees-Mogg scharen, um der Chefin den Posten streitig zu machen. Bis zum EU-Austrittstermin im März 2019 dürfte Mays Regierung weiter vor sich hinstolpern.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Großbritannien

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