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Putin empfängt Assad Propagandaschauspiel erster Güte

Kremlchef Putin und Syriens Machthaber Assad machen bei ihrem Treffen gute Miene zum bösen Spiel. Wer glaubt, das Sterben in Syrien sei so gut wie beendet, der geht ihrer Propaganda auf den Leim. Unser Kommentar.

Assad trifft Putin in Sotschi
Putin (r.) und Assad in Sotschi. Foto: dpa

Als Russlands Präsident Wladimir Putin im Schwarzmeerkurort Sotschi Syriens Machthaber Baschar al-Assad empfing und sich von ihm umarmen ließ, sagte er, dass der Militäreinsatz in Syrien langsam zum Ende komme und es nun darum gehe, einen politischen Prozess einzuleiten. Und Assad richtete Putin den Dank des syrischen Volkes für das aus, was Russland getan habe, um die Syrer vor dem Terrorismus zu schützen und die Einheit Syriens zu bewahren.

Dazu ist dreierlei zu bemerken. Erstens: Wenn Putin es ernst meinte mit dem politischen Prozess, dann hätte er im UN-Sicherheitsrat kein Veto gegen eine Verlängerung der Untersuchungen über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien eingelegt.

Zweitens: Assad tat – wie immer – so, als sei der Bürgerkrieg in Syrien ein Kampf gegen Terroristen. Von den Gräueltaten seiner Armee gegen Zivilisten, die nicht mehr von Assad regiert werden wollen, sprach er nicht.

Drittens: Wer glaubt, das Sterben in Syrien sei so gut wie beendet, der sitzt einem Propagandaschauspiel erster Güte auf.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Syrien

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