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Putin-Besuch Warum Merkel den Dialog mit Putin sucht

Angela Merkel und Wladimir Putin treffen sich zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten. Es gibt mehr als einen Grund, warum Merkel wieder stärker den Dialog mit Russland sucht. Ein Kommentar.

Angela Merkel und Wladimir Putin
Angela Merkel und Wladimir Putin bei einem Treffen im Jahr 2018. Foto: rtr

Lange haben Kanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin eine Zusammenkunft vermieden. Jetzt treffen sie sich zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten. Merkel hat Putin eingeladen. Sie möchte über außenpolitische Themen sprechen.

Der intensive Austausch zwischen Deutschland und Russland ist wichtig. So unwahrscheinlich ein Durchbruch in der Ukraine-Frage oder der Syrien-Politik ist, so eindeutig ist: Es wäre Zeitverschwendung, diese Themen ohne die Russen zu besprechen.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum Merkel wieder stärker den Dialog mit Russland sucht. Dieser Grund hat einen Namen: Donald Trump. Die USA bleiben der wichtigste Partner Deutschlands und der EU. Doch sie sind unter dem Präsidenten Trump in vielerlei Hinsicht unkalkulierbar geworden.

Putins Handeln steht vielfach in starkem Widerspruch zu unseren Werten und unserem Demokratieverständnis. Aber es ist in dieser Hinsicht zumindest einigermaßen berechenbar. Das ist eine wichtige Währung in der internationalen Politik. Außenpolitik ist oft nur das kalkulierte Ringen um Interessen. Das sieht hässlich aus. Aber es produziert ein Mindestmaß an Stabilität, wo sonst das reine Chaos herrschen würde.

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