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Nato Trump ist jedes Mittel recht

Die beste Antwort der europäischen Nato-Staaten auf US-Präsident Donald Trump wäre eine gemeinsame Position. Doch dazu wird es nicht kommen. Ein Kommentar zum Nato-Gipfel.

Donald Trump in Belgien
Donald Trump (m.) beim Nato-Gipfel in Brüssel im Gespräch mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg (l.). Im Hintergrund Premierministerin Großbritanniens und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: afp

US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel versucht, andere Bündnispartner zu erpressen. Sein Ziel ist es, vor allem das Nato-Mitglied Deutschland zu bewegen, mehr für die Verteidigung im Militärbündnis auszugeben. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Er sagte, es gehe nicht, dass Deutschland Erdgasgeschäfte mit Russland mache, sich aber von den USA im Rahmen der Nato beschützen lasse. Deutschland werde „von Russland kontrolliert“.

Man muss schon Verschwörungstheorien gut finden, um das zu glauben. Aber um Wahrheit geht es Trump nicht. Er will siegen.

Kanzlerin Angela Merkel entgegnete, es sei gut, dass das heutige Deutschland – anders als die DDR, die von der Sowjetunion kontrolliert worden sei – eine „eigenständige Politik“ machen könne. Jeden anderen US-Präsident hätte das wohl überzeugt, bei Trump wird es nicht helfen, die Geschichte zu bemühen. Er kennt sie wahrscheinlich nicht einmal.

Nötig wäre eine Position der Europäer. Sie müssten Trump sagen: Wir bestimmen selbst, mit wem wir Geschäfte machen.

Dazu wird es nicht kommen. Trump weiß, dass vor allem die osteuropäischen Nato-Staaten ein Problem mit den deutsch-russischen Energiegeschäften haben. Sie werden Trump applaudieren.

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