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Nantes Explosives Gemisch in Frankreich

Der Fall des erschossenen Autofahrers in Nantes erinnert an andere Vorfälle in Frankreich und damit an ungelöste Probleme des Landes. Der Kommentar.

Krawalle in Nantes
Polizisten setzen in Nantes Tränengas ein. Die Krawalle dort folgen auf den tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 22-jährigen Autofahrer. Foto: afp

Zunächst ist der gewaltsame Tot eines Autofahrers im westfranzösischen Nantes tragisch. Die trauernden und wütenden Angehörige fordern zurecht, dass die Verantwortlichen den Vorgang bei einer Kontrolle lückenlos aufklären, so wie es Bürgermeisterin Johanna Rollandes versprochen hat.
Doch das wird nicht genügen. Die Krawalle erinnern an andere Fälle in Frankreich.

Seit Ende der Siebzigerjahre kommt es in Frankreich vor allem in Vorstädten immer wieder zu Ausschreitungen, die 2005 eskalierten und lange andauerten. Keine Regierung hat es bislang geschafft, die sozialen Konflikte dahinter zu lösen, das explosive Gemisch aus Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, fehlender Integration und Rassismus zu entschärfen. 

Präsident Emmanuel Macron versucht es derzeit mit Prämien für Arbeitgeber, die Menschen aus benachteiligten Stadtteilen unbefristet einstellt. Außerdem will Macron eine „Polizei der alltäglichen Sicherheit“ aufbauen, die sich in schwierigen Vierteln besser um die Sorgen der Bürger kümmert. Mehr Polizei hat aber bislang nicht geholfen.  

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