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Markus Söder Das Kreuz mit dem Kreuz

Der bayrische Ministerpräsident Söder arbeitet weiter daran, der schamloseste Politiker der Republik zu sein. Ein Kommentar.

Bayern
Markus Söder führt die Kreuz-Pflicht ein. Foto: dpa

Markus Söder hat sich den Ruf, einer der schamlosesten Politiker dieser Republik zu sein, mit großem Fleiß erworben. Mit der Kruzifix-Aktion hat der 51-Jährige seinen Ruf nun eindrucksvoll gerechtfertigt.

Söder hantiert mit einem zentralen Symbol des Christentums wie mit einem ganz normalen Wahlplakat. Er entwertet das Symbol aber auch inhaltlich, indem er es zu einem kulturellen statt zu einem christlichen Symbol erklärt.

Dabei steht das Foto, auf dem Bayerns Ministerpräsident das Kreuz in Händen hält, für sich. Es scheint ein bisschen so, als hielte er eine Waffe in der Hand – keine Waffe im Wortsinne natürlich, allerdings eine politische Waffe. Demnach ist das Christentum nichts mehr, was die Christen selbst bindet und ihnen im Wortsinne etwas zumutet. Im Gegenteil, es wird im Kampf der Kulturen zur Zumutung für andere, vorzugsweise den Islam.

Söder ist nicht der einzige Politiker, der zum Kreuzzügler wird. Er ist diesseits der Alternative für Deutschland jedoch der Einzige, der die Grenzen der Scham derart überspringt. 

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