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Katalonien Sprecht miteinander!

Mariano Rajoy sollte den katalonischen Separatisten in aller Ruhe erklären, weshalb sein Wink mit der Verfassung eine vom Völkerrecht gestützte Notwendigkeit ist. Ein Kommentar.

20.10.2017 23:57
Krise in Katalonien
Was Carles Puigdemont bleibt, ist die Schaffung revolutionärer Verhältnisse. Foto: Manu Fernandez (AP)

Was anderes war nicht zu erwarten: Carles Puigdemont hat Mariano Rajoy zum zweiten Mal die Tür vor der Nase zugeschlagen. Er will von seinem Unabhängigkeitsprojekt nicht lassen. Dass Rajoy nicht mehr anders kann, als die Mechanismen des Verfassungsartikels 155 in Gang zu setzen, stört Puigdemont nicht. Dass eine Abspaltung Kataloniens von Spanien innerhalb des Verfassungsrahmens nicht möglich ist, weiß er.

Was ihm bleibt ist die Schaffung revolutionärer Verhältnisse. Daran arbeitet er seit zwei Jahren. Und kommt seinem Ziel täglich ein bisschen näher. 

Aber hat er Rajoy nicht zum Dialog aufgefordert? Wahrscheinlich wäre es keine schlechte Idee, wenn Rajoy Puigdemont einlüde. Beim Nachmittagstee könnte er ihm in aller Ruhe erklären, warum sein ständiger Wink mit der spanischen Verfassung keine blöde und erst recht keine franquistische Laune ist, sondern eine vom Völkerrecht sehr gut gestützte Notwendigkeit. Das wäre mal ein kluges Gespräch. Wenn auch nicht so spannend wie Revolution. 

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