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Katalonien Sie beißen nicht

Die Verzögerungstaktik der Separatisten lässt darauf schließen, dass sie vielleicht doch nur spielen wollen. Ein Kommentar.

Katalonien
Puigdemont hat die angekündigte Unabhängigkeit von Spanien verschoben und zu Gesprächen aufgerufen. Das ruft gemischte Gefühle hervor. Foto: dpa

So große Erwartungen, so ein kleines Ergebnis: die Unabhängigkeitserklärung solle man noch ein paar Wochen aussetzen, beschied der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont. Die Verzögerungstaktik ist erstmal gut, wenn auch nicht ideal. Das Theater wird weitergehen, denn Puigdemont versteht immer noch nicht, dass ihn außerhalb Kataloniens niemand unterstützt. Niemand, der was zu entscheiden hätte. Die überflüssige Gewalt der spanischen Polizisten am 1. Oktober hat den Separatisten außerhalb Spaniens Sympathien eingebracht. Das ist nicht gleichbedeutend mit Sympathien für das ganze separatistische Projekt.

Das Beste, was Katalonien widerfahren könnte, wäre eine Kehrtwende: Abblasen das ganze Projekt! Die Schwierigkeiten erklären, internationales Recht studieren, auf die Unternehmer hören. Das wäre aber wohl zu viel verlangt von Puigdemont, der nur ein Ziel verfolgt: Die katalanische Republik auszurufen. Jetzt aber gilt erstmal: Die Separatisten haben nicht zugebissen. Vielleicht wollen sie doch nur spielen. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Spanien

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