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Katalonien Puigdemonts Lager

Die „Republikanische Linke“ macht bei Puigdemonts neuem Projekt nicht mit. Das ist gut, denn es könnte zu einer notwendigen Klärung beitragen. Ein Kommentar.

18.07.2018 10:34
Carles Puigdemont
Carles Puigdemont startet eine neue Separatistenbewegung. Foto: dpa

Auf den ersten Blick liest sich die Sache so: Carles Puigdemont, der ehemalige katalanische Regionalpräsident, will „die Separatisten“ in einer Sammlungsbewegung vereinen, und schon strömen die Massen, um mitzumachen. Das ist aber lange nicht die ganze Wahrheit. Was Puigdemonts „Nationaler Ruf nach der Republik“ versammelt, ist nicht die ganze Bewegung für die Unabhängigkeit. Es ist das bürgerliche Lager innerhalb dieser Bewegung. 

Die „Republikanische Linke“ (ERC) arbeitet zwar im Parlament in einer Art großer Koalition mit Puigdemonts Leuten zusammen, aber bei dem neuen Projekt macht sie nicht mit. Das ist gut, denn es könnte zu einer notwendigen Klärung beitragen.

Der Vorgang erinnert daran, dass es in Katalonien nicht nur Separatisten und Anti-Separatisten gibt. Es gibt sogar Wichtigeres, nämlich unterschiedliche Ansichten zu inhaltlichen Themen. Vielleicht sollten die katalanischen Parteien mehr darüber reden – mit denen in Madrid, die ihnen politisch eigentlich nahestehen. Das wäre wichtiger als eine Unabhängigkeit, mit der jeder etwas anderes verbindet. 

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