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Jemen Eine Spirale der Gewalt

Der Tod von Präsident Saleh ist eine Zäsur für den Jemen. Aber er könnte die Kämpfe noch weiter anfachen. Unser Kommentar.

Jemen
Der Präsidentenpalast in Sanaa ist bei saudischen Luftangriffen zerstört worden. Foto: dpa

Arabia Felix, glückliches Arabien, nannten die Römer einst bewundernd den Jemen. Heute zählt das Land zu den unglücklichsten Flecken der Erde. Seit Jahrzehnten wird die Nation von ihren politischen Führer in schier endlose Konflikte, Katastrophen und Kriege verwickelt – allen voran von Ali Abdullah Saleh.

Der Despot hat seinen Sturz durch den Arabischen Frühling 2012 nie verwunden und war deswegen sogar bereit seinen Erzfeinden, den Huthis, zu paktieren, um sich zurück an die Macht zu bomben. Fast 9000 seiner Landsleute hat dies bisher das Leben gekostet, kaum ein Jemenit, der nicht hungert. Insofern markiert Salehs Tod eine Zäsur für das Land, die jedoch die Kämpfe zwischen allen Fraktionen erst richtig anfachen könnte.

Die Huthis haben nichts mehr zu verlieren. Und nach dem Befehl für die Regierungstruppen, Sanaa zurückzuerobern, könnte der Weltkulturerbe-Metropole das gleiche Schicksal drohen wie zuvor Aleppo und Mossul, Homs und Rakka. Und so dreht sie sich weiter, die Spirale der Gewalt – und wird nun auch den Jemen verschlingen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Jemen

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