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Italien Endlich stört sich jemand an den Populisten

Europäische Politiker beenden ihr Schweigen und kritisieren die kommende Regierung in Italien für ihren Plan, den Sparkurs aufzugeben. Noch hilfreicher wäre es, die strukturellen Ungleichgewichte in der EU anzugehen. Ein Kommentar.

Matteo Salvini
Lega-Anführer Matteo Salvini. Foto: rtr

Die mögliche Regierung in Italien zwischen Fünf-Sterne und der rechtspopulistischen Lega Nord hat nun doch französische und deutsche Politiker aufgeschreckt. Sie warnen die beiden Parteien, das hochverschuldete Land vom Sparkurs abzubringen. Immerhin kritisiert mal jemand die künftige Koalition für deren Ziele und beendet das Schweigen. 

Schließlich bahnt sich seit einigen Tagen ein europakritisches Bündnis mit nationalistischen Tönen in einem großen und wichtigen EU-Staat an und niemand scheint das zu stören.

Das war auch schon anders. Etwa vor der Wahl in Frankreich, als europäische Politiker schon mal vor der rechtspopulistischen Marine Le Pen und deren Front National gewarnt haben. 

Solche Interventionen müssen wohl dossiert sein, sonst verfehlen sie ihr Ziel. Aber sie unterstützen die fortschrittlichen Kräfte.

Noch hilfreicher wäre es natürlich, wenn Brüssel und die anderen EU-Staaten die strukturellen Ungleichgewichte der EU bereits angegangen wären. Das wollen nun Macron und Merkel leisten. Hoffentlich kommen sie mit ihrer Initiative nicht zu spät.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Italien

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