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Irak Den IS politisch besiegen

Das Zweistromland benötigt für den Milliarden-teuren Wiederaufbau auch ein politisches Konzept. Ein Kommentar.

Irak
Der Irak ist ein zerstörtes Land - es braucht aber mehr als nur Geld zum Wiederaufbau. Foto: dpa

Der Irak braucht mehr als viele Milliarden Euro Hilfen von privaten und staatlichen Unterstützern. Das teils zerstörte Land benötigt für den Wiederaufbau auch ein politisches Konzept. Doch die Zentralregierung in Bagdad hat bislang nichts als freundliche Worte geliefert.

Unklar ist beispielsweise bislang, wie die Regierung um Ministerpräsident Haidar al-Abadi nach dem militärischen Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ den IS nun politisch besiegen will. Schließlich hat die Vorgänger-Regierung von Premierminister Nuri al-Maliki vor allem die Schiiten bevorzugt. Wütend wandten sich viele Sunniten dem IS zu.

Aus diesem Fehler scheint Bagdad nichts gelernt zu haben. Denn statt mit Schiiten, Sunniten und Kurden Perspektiven für alle im Zweistromland zu erarbeiten, setzt die schiitisch dominierte Regierung die Kurden im Norden des Landes seit deren Unabhängigkeits-Referendum im vergangenen Jahr unter Druck. Sie haben praktisch ihre über Jahrzehnte erworbene Teil-Autonomie verloren. Das sind keine guten Nachrichten.

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