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„Helmut-Kohl-Flughafen“ Warum nicht Frankfurt-Hahn?

Kai Diekmann und die Junge Union fordern eine Umbenennung des Frankfurter Flughafens in „Helmut-Kohl-Flughafen“. Ist das eine gute Idee? Ein Kommentar.

Flughafen Hahn
Der Flughafen Frankfurt-Hahn liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold (dpa)

Was Kai Diekmann kann, können wir schon lange, werden sich die Jungs und Mädels von der Jungen Union gedacht haben. Diekmann hatte kurz nach Helmut Kohls Tod die Umbenennung des Frankfurter Flughafens in „Helmut-Kohl-Flughafen“ gefordert: Was Hamburg mit Helmut Schmidt und München mit Franz-Josef Strauß vorgemacht haben, könne doch für die Mainmetropole als leuchtendes Beispiel gelten, um dem Altkanzler als Namenspatron von Deutschlands größtem Flughafen die angemessene Ehre zu erweisen.

„Helmut Kohl stand für ein Deutschland im Herzen Europas. Der Flughafen Frankfurt ist das Drehkreuz Europas. Damit wäre es eine würdige Erinnerung an einen großen Europäer“, fordern jetzt auch die Jungunionisten aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen auf Facebook.

Der Post findet nicht nur Zustimmung. „Ich empfehle jede Stadt nach Helmut Kohl zu benennen, damit er ausreichend gewürdigt ist“, kommentiert ein User, andere verweisen auf den Bahnhof Ludwigshafen-Oggersheim („Helmut-Kohl-Bahnhof“) oder den Flughafen Hahn. Der liege immerhin im Bundesland Rheinland-Pfalz. Und da kam Kohl her, weshalb ja auch der Hamburger Flughafen Schmidt heißt und nicht der Düsseldorfer.

Viele sprechen dem Pfälzer seinen Frankfurt-Bezug ab, der für die Identitätsstiftung vielleicht gar nicht so unwichtig sei. Immerhin, so die Befürworter des „Helmut-Kohl-Flughafens“ Frankfurt, habe Kohl von 1950 bis 51/52 in Frankfurt studiert, sein Bezug zur Stadt sei immens gewesen, und: Er ist Ehrenbürger.

Reicht das? Für den Ravensburger Diekmann und die Jungunionisten offenbar, die meisten Kommentator*innen der FR jedenfalls halten den Vorstoß für eine Schnapsidee. Ebenso haben Kollegen in der Redaktion bereits angekündigt, im Falle („auf die Demo gehe ich“) auf die Barrikaden zu gehen oder im schlimmsten Fall kein Flugzeug mehr zu besteigen. „Ich bin dafür, die „Bild“-Zeitung in „Kohl“-Zeitung umzubenennen“, ist der Vorschlag eines Lesers, der auf allgemeines Wohlgefallen stieß. Alternativ ginge auch der Rosen-Kohl.

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