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Hambacher Forst Schlappe für RWE

Das Urteil zum Rodungsstopp unterbricht auch die unnötige Eskalation des Konzerns und der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Ein Kommentar.

Hambacher Forst
Der Tagebau Hambach schiebt sich an den Hambacher Forst. Foto: dpa

Ob der Hambacher Forst am Ende stehen bleibt, ist noch nicht gesagt. Und ob die Braunkohle, die darunter liegt, im Boden bleibt, auch noch nicht. Doch das Urteil des OVG Münster, mit dem ein vorläufiger Rodungsstopp angeordnet wurde, sorgt immerhin für Entspannung in der aufgeheizten Lage am Rande des RWE-Tagebaus am Niederrhein. In diesem Jahr dürfte wohl kein einziger Baum fallen, weil das Hauptsacheverfahren so schnell nicht durchgeführt werden wird.

Der überraschende Richterspruch ist eine schwere Schlappe für den RWE-Konzern und die nordrhein-westfälische Landesregierung, die trotz der laufenden Beratungen der Kohlekommission des Bundes Fakten schaffen wollten.

Sie haben unnötigerweise eine Eskalation des Streits betrieben. Die RWE-Argumentation, in NRW gingen die Lichter aus, wenn der Hambacher Wald nicht schnell abgesägt wird, ist von Experten widerlegt worden. Und sie verfing auch beim OVG nicht.

NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) riet am Freitag zu einer „Nachdenkpause“, um bessere Lösungen zu suchen. Ein richtiges Wort. Endlich. 

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