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Geschäftsführer Opfer des Machtkampfes

Der Rücktritt des Linken-Geschäftsführer Höhn war ein vermeidbarer Verlust. Eigentlich geht es um den Machtkampf zwischen der Führung der Partei und der Fraktionsspitze. Ein Kommentar.

Matthias Höhn
Matthias Höhn war bis vor Kurzem Bundesgeschäftsführer der Linken. Foto: dpa

Der Rücktritt des Linken-Geschäftsführers Matthias Höhn ist ein herber Verlust für seine Partei. Während Höhn mit dem Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch befreundet ist und mit der Co-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht am Schluss einen, wie er sagt, professionellen Umgang pflegte, war das Verhältnis zu den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger zerrüttet.

Hier war die Zusammenarbeit keineswegs hervorragend. Denn je mehr Kipping und Riexinger durch das mindestens robuste Agieren Wagenknechts in die Defensive gerieten, desto mehr erwarteten sie von dem 42-jährigen Höhn uneingeschränkte Solidarität. So fiel Höhn zwischen die Mühlsteine einer teils neurotischen Vierecksbeziehung und suchte das Weite.

Ob die Linke den Abgang verschmerzt, ist ungewiss. Die Chancen stehen aber nicht schlecht. Wer wie Harald Wolf mal Senator war, der dürfte auch eine Partei managen können. Höhns Rückzug ist trotzdem der vermeidbarer Verlust für eine Partei, die derzeit ohne Sinn und Verstand agiert. 

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