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Flug MH17 Putins Anklage wäre diplomatischer Supergau

Drei Jahre nach dem Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine rückt ein Prozess immer näher. Müsste Wladimir Putin auf der Anklagebank sitzen? Unser Kommentar.

MH17
MH17-Trümmer im Jahr 2014. Foto: rtr

Drei Jahre nach dem Abschuss einer malaysischen Boeing über der umkämpften Ostukraine wurde am Montag in Amsterdam ein Denkmal für die Opfer eingeweiht. Inzwischen haben die internationalen Ermittler genug Beweise gesammelt, um einen Prozess in den Niederlanden ins Auge zu fassen.

Dass die russische Rakete Flug MH 17 getroffen hat, war eher ein Versehen. Und sicher tragen die Ukraine sowie die internationalen Luftfahrtbehörden Mitschuld, weil sie den Luftraum nur bis zu einer Höhe von 10.000 Meter sperrten. Aber als Hauptschuldige müssen diejenigen gelten, die den Einsatz so hoch schießender Flak-Systeme zum Schutz der eigenen Panzertruppen anordneten.

An der Spitze der russischen Verantwortungspyramide thront Präsident Putin. Vermutlich fragt man sich schon jetzt in Den Haag oder Brüssel, ob er nicht der Hauptangeklagte sein müsste.

Diplomatisch ein Supergau, der nicht nur den Minsker Friedensprozess, sondern das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen sprengen würde. Wieder einmal wäre die Frage, wie die westliche Welt sich aus dem Dilemma zwischen Moral und Realpolitik herauswinden wird.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Ukraine

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