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FDP Eine gefährliche Strategie

Die Umfragewerte der FDP sind eingebrochen. Parteichef Christian Lindner bewegt sich auf brüchigem Boden. Unser Kommentar.

Christian Lindner
Christian Lindner musste Nicola Beer und Wolfgang Kubicki maßregeln. Foto: dpa

Unheil liegt über Deutschland, behauptet die FDP. „Die große Koalition nimmt die Mitte weiter aus“, sagt ein Vize-Fraktionschef. Der nächste fordert eine Rentenreform. War da nicht was? Die FDP war kurz davor, in eine Regierung eintreten zu können und sich nicht mit Appellen begnügen zu müssen. Sie hätte einen Teil ihrer Ideen umsetzen können. Parteichef Christian Lindner hat sich, als fast alles durchverhandelt war, dagegen entschieden, um die „Glaubwürdigkeit der Partei“ zu wahren. Mit jedem Tag zeigt sich mehr, wie brüchig der Boden ist, auf dem sich Lindner bewegt.

Die Umfragewerte der FDP sind eingebrochen, in den Wirtschaftsverbänden zeigt man den Liberalen die kalte Schulter. Lindner muss Generalsekretärin Nicola Beer und Vize-Parteichef Wolfgang Kubicki maßregeln, weil die sich nicht an die Linie halten. Einige in der Fraktion fordern, dass die künftige Regierung durchsetzen soll, wozu sich die FDP nicht in der Lage sah. Besser kann die Partei nicht belegen, dass der Grund für das Scheitern von Jamaika in ihr selbst begründet lag.

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