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Eier-Skandal Stichproben reichen nicht

Der Eier-Skandal zeigt, wie anfällig die Lebensmittelbranche für gewissenlose Betrüger und unfähige Erzeuger aller Art ist. Die Stichproben der Kontrolleure bleiben ein Tropfen auf den heißen Stein. Unser Kommentar.

Eier
Nach Pferdefleisch- und Biolebensmittel-Skandal sorgt der Eier-Skandal für Aufregung. Foto: dpa

Da kann einem der Appetit vergehen, mal wieder: Nach Pferdefleisch- und Biolebensmittel-Skandal sind jetzt Eier in den Supermarktregalen aufgetaucht, die mit dem Insektizid Fipronil verseucht sind. Das Mittel wird üblicherweise verwendet, um Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben zu bekämpfen. Jedenfalls dann, wenn es fachgerecht eingesetzt wird. Das ist hier augenscheinlich nicht der Fall.

Der neuerliche Skandal zeigt, wie anfällig die Lebensmittelbranche für gewissenlose Betrüger und unfähige Erzeuger aller Art ist. Obwohl häufig von Lebensmittelriesen wie Unilever, Danone, Nestlé, Edeka oder Rewe die Rede ist, bleibt die Branche extrem fragmentiert mit einer unüberschaubar großen Zahl an kleinen Herstellern, Zulieferern und Händlern. Lebensmittel werden kreuz und quer über den Kontinent verschoben.

Dabei gilt, dass sich die Marktteilnehmer im Wesentlichen selber kontrollieren. Wer neue Ware in Empfang nimmt, überprüft diese – oder eben auch nicht.

Die Stichproben der Lebensmittelkontrolleure bleiben allen Skandalen zum Trotz ein Tropfen auf den heißen Stein. Das liegt vor allem am fehlenden Personal. Das muss sich die Politik vorwerfen lassen, und zwar bei jedem Skandal aufs Neue.

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