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Deutsch-russische Gespräche Genau hinschauen

Es ist gut, wenn Merkel und Putin über strittige Themen sprechen - solange sie keine unangemessenen Deals aushandeln.

Merkel trifft Putin auf Schloss Meseberg
Merkel trifft Putin auf Schloss Meseberg. Foto: dpa

Selbstverständlich ist es richtig, dass Kanzlerin Angela Merkel den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin trifft und mit ihm über strittige Themen spricht. Schließlich ist der Friedensprozess in der Ostukraine festgefahren, muss Syrien wieder aufgebaut werden, um nur zwei Probleme zu nennen. Das geht besser, wenn Staatenlenker miteinander reden statt übereinander.

Dass die Öffentlichkeit nicht gleich über den Inhalt des Gesprächs informiert wird, ist allerdings nicht gerade vertrauenserweckend. Man wird also genau hinschauen müssen, ob und wie Merkel und Putin die verschiedenen Konflikte weiter begleiten.

In Syrien etwa darf es nicht zu einer unheiligen Allianz kommen. Diktator Baschar al-Assad braucht die Flüchtlinge. Sie sollen helfen, das zerstörte Land aufzubauen. Putin muss es gelingen, den Westen finanziell am milliardenschweren Wiederaufbau zu beteiligen und Merkel muss mit den anderen EU-Staaten aus sicherheitspolitischen Gründen die Region stabilisieren.

Das darf aber nicht dazu führen, dass Syrerinnen und Syrer in ein Land zurückkehren, wo sie Gefängnis oder gar Folter erwartet. Dazu muss es nicht kommen. Die Europäer haben genügend Druckmittel. Und Russland braucht sie bei einigen Problemen als Partner.  

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