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Demonstration in Berlin Lauter als die AfD - und zahlreicher auch

In Berlin gehen die Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft gegen die Rechtspopulisten auf die Straße. Jetzt muss ihnen die Politik nur noch zuhören. Unser Kommentar zu den Protesten in Berlin.

Anti-AfD Demo in Berlin
Lautstark gegen die Rechten: AfD-Gegendemo in Berlin auf der Spree. Foto: afp

Wieder einmal versucht eine kleine Gruppe (überwiegend Männer) Deutschland zu „retten“. Mit übergroßen Deutschland- und AfD-Fahnen sowie den üblichen „Merkel-vor-Gericht!“-Plakaten marschieren sie durch die Straßen von Berlin, wollen die gesamte Regierung auflösen, Flüchtlinge abschieben, Grenzen dicht machen.

Wieder einmal stellt sich ihnen eine viel größere Gruppe entgegen, die tatsächlich Hoffnung für dieses Land verheißt. Die Zivilgesellschaft in ihrer breiten Vielfalt zeigt – immer und immer wieder –, dass sie größer ist, und wenn es darauf ankommt, auch lauter als die vorlauten Rechtspopulisten sein kann.

Und damit stellt sich die Frage, warum unsere Volksvertreter links von der AfD sich von ihr und ihren wenigen Anhängern treiben lassen? Warum hören sie den Schreihälsen eher zu, als den vielen Ehrenamtlichen, die zeigen, was aktive Integrationsarbeit ist?

Deutschland hat seit Jahrzehnten Erfahrung mit der Aufnahme und Integration neuer Menschen. Anstatt diese Erfahrung positiv zu nutzen, lassen die Verantwortlichen wieder die unsägliche „Das-Boot-ist-voll“-Debatte zu. Wäre es nicht an der Zeit, eher den Gegendemonstranten zuzuhören? Denn sie sind es, die dieses Land und vieles mehr retten.

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