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Demo in Köln Die Macht der Verbände

Der Friedensmarsch der Muslime in Köln hat gezeigt, dass es fast unmöglich ist, der Macht der islamischen Verbände einen unabhängigen liberalen Islam entgegenzustellen. Ein Kommentar.

Muslime gegen Terror
Musliminnen positionieren sich gegen Terror. Foto: EPA

Auch wenn es nur 1000 Menschen waren, die beim Friedensmarsch der Muslime in Köln auf die Straße gingen, um gegen Terror und Gewalt zu demonstrieren – diese von der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor organisierte Demonstration war keine Niederlage. Schon deshalb nicht, weil sie gezeigt hat, wie schwierig, ja nahezu unmöglich es ist, der Macht und dem Einfluss der großen islamischen Verbände in Deutschland einen unabhängigen liberalen Islam entgegenzustellen.

Die Ditib hat mit ihrer radikalen Verweigerungshaltung das Motto der Veranstaltung („Nicht mit uns“) ins Gegenteil verkehrt. Dass Köln die Keimzelle einer neuen unabhängigen Bewegung werden, die Muslime im gemeinsamen Kampf gegen den Terror hinter sich vereint, ist wenig wahrscheinlich, selbst wenn es weitere Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Oldenburg geben soll.

Die Botschaft der Ditib jedoch ist angekommen: Die schweigende Mehrheit blieb zu Hause. Mit dieser Haltung hat sich die Ditib einmal mehr ins Abseits gestellt.

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