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„Cumhuriyet“ Solidarität mit verfolgten Journalisten

Heute ist der „Tag der inhaftierten Autoren“. Auf Initiative der FR haben sich mehr als 30 deutsche Tageszeitungen zu einer Aktion zusammengeschlossen: Verfolgte Journalisten brauchen Solidarität – weltweit. Ein Kommentar

Weiße Flächen aus Protest, statt der Kolumnen der festgenommenen Journalisten Hikmet Cetinkaya und Kadri Gürsel. Foto: dpa

Sie werden gehetzt, verhaftet, gefoltert und wegen ihrer Überzeugungen umgebracht. In vielen Ländern der Welt sind Autoren und Journalisten tagtäglich der Willkür von Unterdrückungssystemen ausgeliefert. Sie werden eingeschüchtert und mundtot gemacht, denn nichts fürchten Autokraten und Tyrannen mehr als die Freiheit des Wortes und eine unabhängige Presse.

Insbesondere am heutigen „Tag der inhaftierten Autoren“ gehört unsere Anteilnahme den verfolgten Kolleginnen und Kollegen weltweit. Wir deutschen Medienvertreter, die wir unserem Beruf in Freiheit und Sicherheit nachgehen können, werden autoritäre Systeme nicht zu einem demokratischen Verhalten zwingen können. Doch wir können uns mit den Verfolgten solidarisch erklären und sie mit publizistischen Mitteln unterstützen.

Unser Blick richtet sich heute beispielhaft in die Türkei, wo die Presse- und Meinungsfreiheit in höchster Gefahr, die Lage dramatisch ist. Seit Monaten sind die dort noch verbliebenen freien Medien im Visier des Erdogan-Regimes. Vor allem die linksliberale Tageszeitung „Cumhuriyet“ steht derzeit besonders unter Druck, zahlreiche Mitarbeiter aus Verlag und Redaktion wurden bereits verhaftet, andere ins Exil getrieben. Jeden Tag müssen die Kolleginnen und Kollegen damit rechnen, dass ihr Blatt verboten wird und sie selbst eingekerkert werden.

Um dagegen ein Zeichen zu setzen, haben sich mehr als 30 deutsche Tageszeitungen und große Online-Medien auf Initiative der FR zu einer Aktion zusammengeschlossen. Wir protestieren gegen die Verfolgung der türkischen Kolleginnen und Kollegen und veröffentlichen gemeinsam einen Text, den die Redaktion der „Cumhuriyet“ für uns geschrieben hat (in Türkisch und Deutsch). Das Skript endet mit dem Credo des inhaftierten Chefredakteurs Sabuncu, dem wir uns anschließen: „Wir werden uns nur unserem Volk und unseren Lesern beugen!“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

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